Sicherungsmuttern

    Eine selbstsichernde Mutter (auch Stoppmutter genannt) stellt eine Sicherung gegen Lösen her, ohne dass wie bei anderen Schraubensicherungen ein weiteres Maschinenelement benötigt wird und ohne dass der Schraubenschaft bearbeitet werden muss.

    Eine selbstsichernde Mutter ist eine Sechskantmutter, die an einer der Stirnflächen ringförmig erweitert ist und in einer inneren Nut einen Ring aus Kunststoff, meist aus Polyamid, enthält. Dieser Ring – laut DIN-Norm Klemmteil genannt – wird beim Durchgang der Schraube plastisch und elastisch verformt. Der elastische Anteil bewirkt eine radial wirkende kraftschlüssige Sicherung gegen Lösen der Mutter. Wegen der nötigen Verformungsarbeit lässt sich eine solche Mutter in der Regel nicht von Hand aufschrauben. Da der Kunststoffring beim Lösen verschleißt und seine Sicherungswirkung verliert, sind diese Muttern Einwegware. Ihre Wiederverwendung ist eine mögliche Fehlerursache.

    Die Kunststoffsicherung kann ihre Wirkung nur entfalten, wenn die Mutter sich vollständig auf der Schraubverbindung befindet. Üblicherweise müssen sie so angebracht werden, dass mindestens zwei Gewindegänge überstehen.Das Gewinde darf nicht gefettet werden.

    Für hohe Betriebstemperaturen sind selbstsichernde Muttern mit Kunststoff-Ring nicht geeignet. Es kommen sogenannte Stovermuttern zum Einsatz (Temperaturbereich: −50 bis +300 °C), die nach der Fertigung des Gewindes radial leicht gestaucht wurden. Der Kraftschluss entsteht durch die elastische Rückverformung des Muttern-Metalls beim Aufdrehen auf die Schraube.

    Eine weitere technische Ausführung der selbstsichernden Mutter ist die Ganzstahl-Sicherungsmutter. Hierbei ist in der inneren Nut ein Stahlring als Sicherungselement montiert. Das Sicherungselement wirkt in radialer und axialer Richtung und bewirkt eine gleichmäßige Klemmwirkung auf dem vollen Umfang eines Gewindeganges. Die Ganzstahl-Sicherungsmutter kann mehrfach verwendet werden. Das Losdrehmoment ist nach mehrmaligem Auf- und Abschrauben ausreichend hoch, um ein Losdrehen der Mutter vom Vatergewinde zu vermeiden. Die thermische Belastbarkeit reicht bis zu 1.000 °C. Die Ganzstahl-Sicherungsmutter kann als Sechskantmutter, als Sechskantmutter mit Flansch oder auch als Sondermutter ausgeführt sein.

    • Normen: ISO 10511, alt: DIN 985 (niedrige Form); ISO 7040, ISO 10512, alt: DIN 982, DIN 6924 (hohe Form), DIN EN ISO 7042 (Sechskantmutter, Klemmteil Metall, Regelgewinde), alt: DIN 980, DIN EN ISO 10513 (Sechskantmutter, Klemmteil Metall, Feingewinde), alt: DIN 980, DIN EN ISO 1664 (Sechskantmutter mit Flansch, Klemmteil Metall, Regelgewinde), DIN EN ISO 1667 (Sechskantmutter mit Flansch, Klemmteil Metall, Feingewinde), DIN EN ISO 2320 (mechanische und funktionelle Eigenschaften für Sechskantmuttern aus Stahl mit Klemmteil)
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